Herzlich Willkommen

Wir laden dich herzlich ein, dich hier über uns, unsere Amnesty-Gruppe Bensberg/Roesrath/Overath, unsere Veranstaltungen und unsere weitere Arbeit zu informieren. Wenn du unsere Arbeit kennenlernen oder bei uns mitmachen willst, dann kontaktiere uns am besten per E-Mail: 1020@amnesty-koeln.de

 Aus aktuellem Anlass:

Alltagsrassismus

Täglich machen Menschen in Deutschland rassistische Erfahrungen. Sie werden aufgrund ihrer „Hautfarbe“, ihrer vermeintlichen Religion oder anderer Zuschreibungen diskriminiert und ausgegrenzt. Rassismus zeigt sich in allen Lebensbereichen: in der Politik, bei der Job- und Wohnungssuche, in der Ausbildung, beim Arzt, in der Disko oder auf dem Fußballplatz.

In einer Serie von Videos und Texten auf der Webseite von Amnesty International Deutschland berichten ganz unterschiedliche Menschen von ihren rassistischen Erfahrungen im Alltag und was diese für ihr Leben bedeuten:

https://www.amnesty.de/alltagsrassismus-protokolliert

 

 

Pressefreiheit unter Druck?!

Eine Veranstaltung unserer Amnesty-Gruppe am 5. März 2020 im evangelischen Gemeindezentrum in Bensberg: die regierungskritische Journalistin Humayra Bakhtiyar aus Tadschikistan im Gespräch mit dem ehemaligen WDR-Intendanten Fritz Pleitgen, Moderation Katrin Rehse

Meinungs- und Pressefreiheit in Zeiten des Corona-Virus

Was hat die Meinungs- und Pressefreiheit mit der Ausbreitung von Covid-19 durch das Corona-Virus zu tun? Für die Amnesty-Gruppe Bensberg/Rösrath/Overath gab es in den ersten Märztagen da eine sehr direkte Beziehung, denn wir mussten uns fragen: soll unsere Veranstaltung „Die Unbequemen. Kritische Journalisten in Gefahr“ am 5. März stattfinden oder nicht? Weil ein Podium mit drei Journalisten geplant war, gaben wir die Entscheidung an unsere Podiumsgäste weiter: die tadschikische Journalistin Humayra Bakhtiyar, die seit 2016 in Hamburg lebt, den ehemaligen WDR-Intendanten Fritz Pleitgen und die lokale Journalistin Katrin Rehse, welche die Moderation des Gesprächs zwischen der in ihrem Land verfolgten jungen Medienfrau und dem über 80-Jährigen Fritz Pleitgen übernehmen sollte. Als auch Letzterer mitteilte, er habe keine Bedenken, war für uns die Sache klar.

Veranstaltungsort war Bergisch Gladbach-Bensberg – und der 5. März war dann ausgerechnet der Tag, an dem das Virus nach Bensberg kam und eine Schule deshalb geschlossen wurde. Dennoch kamen zwischen 50 und 70 Unerschrockene – der Saal war fast voll und uns fielen etliche Steine vom Herzen.

Das Podiumsgespräch spannte den Bogen zwischen der für den westlichen Korrespondenten Pleitgen überall spürbaren Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Sowjetunion zur drastischen Einschränkung der Meinungs- und Medienfreiheit in der heutigen Republik Tadschikistan: eine freie Presse, freie Medien hat es im heutigen Tadschikistan praktisch nie gegeben, im öffentlichen Diskurs kamen sie nicht vor, wurden nie als etwas Erstrebenswertes dargestellt. Heute kontrollieren nach Informationen von Amnesty International staatliche Organe in Tadschikistan faktisch jeglichen Zugang zu Informationen, Journalisten sind Einschüchterungen und Schikanen durch Polizei und Sicherheitsdienste ausgesetzt. Wenn sie rote Linien überschreiten – etwa den Staatschef und seinen Kurs kritisieren – wird es gefährlich, so wie es 2015 für Humayra Bakhtiyar brandgefährlich wurde, weil sie einen im türkischen Exil lebenden Oppositionspolitiker interviewt hatte. Einen Tag später wurde er auf offener Straße ermordet. Humayra fühlte sich von diesem Tag an in Lebensgefahr; sie wurde verfolgt, überwacht und bedroht und konnte jetzt davon ausgehen, dass sie ganz oben auf der Liste der „journalistischen Feinde“ des Präsidenten stand. Ihr gelang die Flucht nach Hamburg, wo die „Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte“ ihr ein einjähriges Stipendium angeboten hatte. Seitdem lebt sie in Hamburg.

Fritz Pleitgen erinnert an die Rolle, die WDR-Journalisten bei der Gründung von Amnesty Deutschland gespielt haben

Fritz Pleitgen, engagierter Befürworter und Protagonist demokratischer Medien, erinnerte uns daran, dass in Deutschland nach der Zeit des Dritten Reiches auch nicht von heute auf morgen die Pressefreiheit ausgebrochen war: laut Pleitgen verdanken wir es den Amerikanern und Engländern, dass sich nach und nach in den Köpfen deutscher Journalisten und in der deutschen Öffentlichkeit allgemein die Idee und der Anspruch einer freien Medienlandschaft festsetzte. Auch der BBC erwies Pleitgen seine Reverenz, die dem WDR in seinen Anfangszeiten mit Rat und Tat zur Seite gestanden habe – und nicht nur das: Pleitgen vergaß auch nicht den Anstoß zur Gründung der deutschen Sektion von Amnesty International durch (u.a.) drei WDR-Journalisten im Jahr 1961, nämlich Carola Stern, Gerd Ruge und Felix Rexhausen – dieser Anstoß ging von BBC-Journalisten aus, die ihren deutschen Kollegen die Sache der Menschenrechte nahebrachten.

Wenn auch die Aussichten für Meinungs- und Pressefreiheit in Tadschikistan in nächster Zeit eher düster scheinen – auf einem Demokratieindex der englischen Zeitschrift „Economist“ aus dem Jahr 2019 nimmt Tadschikistan Platz 160 in einer Rangfolge von 167 Staaten ein – so waren jedenfalls das Publikum und auch Fritz Pleitgen beeindruckt von Mut und Entschlossenheit der jungen tadschikischen Journalistin, weiterhin für demokratische Verhältnisse in Tadschikistan einzutreten, auch angesichts der neuen Taktik des Regimes, ihre Familie unter Druck zu setzen.

 

 

 

 

Präsenz der Amnesty-Gruppe beim Lichtbrückenbasar im Aggertalgymnasium 2017 – Besucher schreiben für die Menschenrechte beim „Briefmarathon“

 

„Briefmarathon“ an einer Schule (Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Bergisch Gladbach), 2018 – es wurden mehr als 500 Briefe verschickt!

 

Info-Stand im Kino ODEON in Köln: Sondervorführung des Films „Of fathers and sons – Die Kinder des Kalifats“ von Talal Derki, 19. März 2019

 

 

Amnesty-Stand auf der Messe DIDACTA in Köln, Februar 2019

 

„Full house“ beim Benefizkonzert der Klezmer-Gruppe TREZMORIM für unsere Amnesty-Gruppe; Ratssaal Bensberg, 21.Januar.2018

 

Unsere Gruppe war im Sommer 2019 beim Kölner China-Tag dabei, vertreten durch Vera (Mitte)

 

Gruppenmitglieder bei einer Veranstaltung im Kölner Amnesty-Büro

 

Einsatz gegen die Todesstrafe

Die Todesstrafe  Irren ist menschlich – die Todesstrafe nicht. Sie ist ein unmenschlicher Irrtum, unwürdig einer zivilisierten Gesellschaft. Amnesty International lehnt die Todesstrafe uneingeschränkt ab und setzt sich für ihre weltweite Abschaffung ein. Amnesty International fühlt mit den Opfern von Gewaltverbrechen und ihren Angehörigen. Die Menschenrechtsorganisation erkennt selbstverständlich auch das Recht und die Verantwortung von Weiterlesen

Wir arbeiten seit 2018 an einem Russland-Fall:

Stand März 2020: Nachdem wir mehrmals an die Generalstaatsanwaltschaft in Moskau geschrieben hatten und vier Mal Antwort bekamen (also vier Schreiben der Generalstaatsanwaltschaft), waren uns mehr oder weniger die Argumente ausgegangen, d.h. wir konnten nur noch unsere Argumentation für eine Neuauflage der Gerichtsverhandlung wiederholen oder uns auf Gnadengesuche verlegen. Die Ankündigung (von nicht-offizieller russischer Seite), Weiterlesen

Amnesty-Stand im ODEON-Kino in Köln

Bei der Erstvorführung des Films OF FATHERS AND SONS von Talal Derki in Köln im Kino Odeon in der Severinstraße (19. März 2019) stand unsere Gruppe im Foyer des Kinos, wir informierten über Menschenrechte allgemein und Kinderrechte im besonderen, zusammen mit Unicef. Weiterlesen

Worte für die Menschrechte

Taube

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Wie alles begann: Ein Toast auf die Freiheit 1961

Der Amnesty-Gründer: Peter Benenson

Vor mehr als 55 Jahren zündete Peter Benenson eine Kerze an und wusste damals noch nicht, dass dies der Beginn einer weltweiten Bewegung sein sollte. In West-Deutschland gehörte Gerd Ruge zu den Gründerinnen und Gründern der deutschen Amnesty-Sektion. Im Interview erinnert er sich an die ersten Jahren. Weiterlesen